RSG gewinnt Schweiker-Onlinepreis
Im letzten Jahr hatte der Geschichtsverein erstmalig den „Jakob-Wilhelm-Schweiker-Online-Preis“ ausgelobt. Auch die RSG hatte mit einem Beitrag „Jagd“ auf die 1000 € Preisgeld gemacht. Zwar reichte es am Ende nicht ganz, aber über den Nebenpreis, der mit 250 € belohnt wurde, darf sich die Schulgemeinschaft jetzt trotzdem freuen. Doch wie kam es dazu und mit welchem Beitrag nahm die RSG am Wettbewerb teil?
Bereits 2024 kam OB Frederick Brütting im Rahmen des Volkstrauertags an die RSG. Im Vorfeld zu diesem Besuch beschäftigte sich besonders die damalige Klasse 10a unter der Leitung ihres Geschichtslehrers Florian Heunemann mit der Frage nach „Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert“. In einer vielschichtigen Unterrichtseinheit ging es unter anderem um die Aalener „Stolpersteine“, die Kriegerdenkmäler in der näheren Umgebung und die Suche nach Vorfahren in der Datenbank der deutschen Kriegsgräberfürsorge.
Am vergangenen Donnerstag fand in Hofherrnweiler die Preisverleihung des „Schweiker-Preises“ statt. Julia Mattburger und Lukas Kinzl, zwei Ehemalige aus der 10a, stellten in einer kurzen Präsentation die damaligen Erkenntnisse vor und gaben einen Einblick, inwieweit die Unterrichtsstunden sie persönlich bewegt hatten. So verfolgte beispielsweise Julia ihre Familiengeschichte bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs zurück. Am Ende war dies genau das Ziel: Die Jugendlichen sollten sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen und damit das Erinnern eine eigene Bedeutung bekommen.
In ihrer Entscheidung hob die Jury des Geschichtsvereins zwei Sachen besonders hervor: zum einen die lokale Fokussierung und zum anderen die Vervollständigung der digitalen Dokumentation zu den Stolpersteinen, die bis dahin lücken- und fehlerhaft war.
Das Preisgeld in Höhe von 250 € soll in die Finanzierung eines „Stolpersteins“ fließen, was ganz im Sinne des ursprünglichen Themas „Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert“ ist. So schließt sich ein Kreis.
F. Heunemann


