Lernen an einem historischen Ort – Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau
09.06.2026
In diesem Jahr gibt es aus beiden 9. Klassen einen Erfahrungsbericht, da die Klassen getrennt auf dem Gelände der Gedenkstätte unterwegs waren:
Am 9. Juni haben wir Neuntklässler die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Dort bekamen wir eine sehr spannende Führung über das gesamte Gelände. Unsere Tourguides haben uns alles gezeigt, all unsere Fragen beantwortet und jedes Detail genau erklärt.
Wir begannen am Tor, über dem die Inschrift „Arbeit macht frei“ steht. Anschließend schauten wir uns die Denkmäler an, die dort auf dem Gelände errichtet wurden. In den nachgebauten Baracken wurde uns erklärt, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen dort von Jahr zu Jahr verschlechterten und wie alles immer grausamer wurde. Dazu gehörten beispielsweise die Schlafmöglichkeiten, die immer knapperen Mahlzeiten, die Bestrafungen sowie die harte Arbeit. Ebenso besichtigten wir die Sonderhäftlingszellen, in denen zum Beispiel Priester oder Politiker gefangen gehalten wurden. Am Ende der Tour besuchten wir das Krematorium, den Ort, an dem die Leichen verbrannt wurden und wo die Gaskammer steht, die, wie uns erklärt wurde, vermutlich nie genutzt wurde.
Nach der Führung hatten viele Schüler/-innen ein bedrückendes und trauriges Gefühl, da es schwer zu verarbeiten war, an dem Ort zu sein, an dem so viele schreckliche Taten begangen wurden. Andererseits war es auch sehr interessant, all dies mit eigenen Augen zu sehen und Geschichten zu hören, die man zuvor noch nicht kannte. Bevor wir gingen, hatten wir noch Zeit, allein über das Gelände zu laufen und uns einige Dinge genauer anzuschauen. Viele besuchten die Ausstellung der Gedenkstätte oder sahen sich die später errichteten Kirchen an. Wir Neuntklässler werden die Erfahrungen, die wir dort gesammelt haben, niemals vergessen. Es gibt noch so viel mehr, über das man sprechen kann, soll und muss.
Ein herzliches Danke geht an Herrn Heunemann und Frau Dengler, die uns begleitet haben. Ebenso danken wir unseren Tourguides, die uns alles verständlich erklärt haben.
S.B.


Am 09.06.2026 besuchten wir die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Die Exkursion fand im Rahmen des Geschichtsunterrichts statt und sollte uns einen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus und die Geschichte der Konzentrationslager geben.
Nach unserer Ankunft wurden wir begrüßt und erhielten eine Führung über das Gelände. Dabei erfuhren wir, dass Dachau im Jahr 1933 als eines der ersten Konzentrationslager des NS-Regimes errichtet wurde. Im Laufe der Jahre wurden dort mehr als 200.000 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern inhaftiert. Tausende von ihnen verloren durch die unmenschlichen Bedingungen, Krankheiten, Hunger und Gewalt ihr Leben. Während des Rundgangs besichtigten wir unter anderem das ehemalige Häftlingslager, die Barackennachbauten, das Krematorium sowie verschiedene Ausstellungen mit Bildern, Dokumenten und persönlichen Berichten ehemaliger Häftlinge.
Sehr spannend war für viele von uns die Tatsache, dass sich die historischen Ereignisse nicht nur in Büchern oder Filmen abspielen, sondern an genau diesem Ort stattgefunden haben. Durch den Besuch konnten wir die Geschichte auf eine ganz andere Weise erleben als im Klassenzimmer. Die erhaltenen Gebäude, die Ausstellungen und die persönlichen Berichte vermittelten einen eindrucksvollen Einblick in die Lebensbedingungen der Häftlinge und die Auswirkungen der nationalsozialistischen Diktatur.
Besonders beeindruckend war es, die historischen Orte selbst zu sehen. Die Informationen und Schicksale der Menschen machten uns deutlich, welches Leid und welche Ungerechtigkeit den Gefangenen widerfahren sind. Die Exkursion regte viele von uns zum Nachdenken an und zeigte, wie wichtig Erinnerung und Aufklärung auch heute noch sind. Der Besuch der Gedenkstätte war eine wertvolle Erfahrung. Er half uns, die Ereignisse der Vergangenheit besser zu verstehen und die Bedeutung von Demokratie, Menschenrechten und Toleranz zu erkennen und aus anderen Blickwinkeln zu erfahren. Die Exkursion wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Wir bedanken uns bei unseren Lehrkräften und den Mitarbeitenden der Gedenkstätte für die Organisation und die informative Führung.
B.Z.
